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Nach einer relativ unbeschwerten Kinderzeit mit Besuch des Kindergartens blieb natürlich auch ich von den Einflüssen und Zwängen der Zivilisation nicht verschont und so wurde ich im Jahre 1958 im zarten Alter von knapp 6 Jahren in die Volksschule (damals gab's noch keine Grund- u. Hauptschule) "Auf den Äckern" in Bork eingeschult, aus der ich nach 8 halbwegs erfolgreichen Jahren entlassen wurde.

Nachdem ich mich in der 4.Klasse erfolgreich geweigert hatte auf die Realschule zu wechseln, konnte ich die Volksschule bis zum Ende der regulären, 8-jährigen Schulzeit besuchen. Danach stand dann eine praktische Lehrausbildung an. Von 1966 bis 1969 absolvierte ich deshalb eine 3 1/2-jährige Lehre als Starkstromelektriker (heute nennt man das glaube ich Energieanlagen-Elektroniker) bei der Firma MIEBACH in Dortmund, die ich mit der abgeschlossenen Gesellenprüfung erfolgreich beendete. Hier hatte ich wieder den Bezug zur Elektrotechnik, die mich schon als Kind faszinierte und bei der ich mit Experimentierkästen erste Erfahrungen zum Thema sammeln konnte. Die Ausbildung in den verschiedenen Abteilungen (Motorenreparatur, Wickelei, Schaltanlagenbau etc.) hat mir sehr gefallen, nur das "Feilen" in der Lehrwerkstatt und das Schreiben der Berichtshefte hat mich furchtbar genervt.

Nachdem ich während der Lehrzeit wieder Lust zum weiteren Lernen entwickelt hatte, besuchte ich von 1969 bis 1971 die Fachoberschule für Technik in Dortmund und schloß auch diese erfolgreich mit der Fachhochschulreife ab.

Formalausbildung Dann ereilte mich der Ruf des Vaterlandes und ich durfte von Juli 1971 bis Weihnachten 1972 meinen 18-monatigen Grundwehrdienst bei der Bundeswehr in Flensburg ableisten. Aufgrund meiner Körpergröße durfte ich in der "ersten Reihe" marschieren und als linker Flügelmann sogar den Titel eines zu singenden Liedes herausbrüllen, wenn Gesang befohlen war.

Obwohl ich heute sehr gerne an die Küste fahre und mir Land und Leute mit ihrer Mentalität, der nördliche Dialekt und vor allem die wunderbaren und vielfältigen Fischgerichte sehr liegen war ich zur damaligen Zeit froh, als die Zeit um war und ich mich wieder interessanteren Dingen widmen konnte.

Die 3-monatige Grundausbildung mit den wöchentlichen Märschen ins Gelände (und den Blasen Logo FmBtl.620 an den Füßen), den nächtlichen Alarmübungen und der Formalausbildung waren nicht so recht nach meinem Geschmack. Dafür war der anschließende normale Dienst im Fernmeldebataillon 620 um so weniger aufregend. Durch die Lehrgänge zur Instandsetzung von Fernsprech-, Fernschreib- und Verschlüsselungsgeräten (damals natürlich alles noch mechanisch mit ganz vielen Wellen, Zahnrädern, Hebeln und ein paar Relais) bin ich zwar nicht dümmer geworden, aber so recht genützt hat es mir später eigentlich auch nicht.

Selbst gebratene Zigeunerschnitzel! Da ich zu den letzten "W18ern" gehörte, zog sich die Zeit auch ganz schön in die Länge und so kamen im Laufe der Zeit gezwungenermaßen noch versteckte Talente zum Vorschein. Da ich nicht jede Woche nach Hause fahren konnte stellte sich natürlich auch die Frage nach der Verpflegung am Wochenende. Nach verschiedenen Versuchen und Verfeinerungen zusammen mit meinem Zimmergenossen Reinhold sind dann daraus die berühmten "Zigeunerschnitzel á la Stube 146" geworden.

Reservistenzeit! An den Feierabenden und besonders gegen Ende der Wehrdienstzeit haben wir -auch insbesondere nach dem Erreichen von "höheren Dienstgraden"- ganz im Sinne der Bundeswehr das Thema "Kameradschaft" aktiv gepflegt und weiter entwickelt. Hierzu haben wir -gelegentlich auch einmal in der Kantine- mit verschiedenen Kameraden ernsthafte und sinnvolle Gespräche geführt, wie im nebenstehenden Foto wohl gut zu erkennen ist.

Nach 30 Jahren war ich übrigens im Sommer 2002 wieder einmal in Flensburg und konnte mit dem Auto durch das Kasernengelände fahren. Der Standort wurde von der Bundeswehr komplett aufgegeben. Heute sind in den ehemaligen Kompaniegebäuden nach umfangreichen Modernisierungen Privatwohnungen entstanden. Trotzdem war es ein seltsames Gefühl, im ehemaligen Ausbildungs- und Kompaniegebäude vor "meiner" früheren Stubentür zu stehen und ein fremdes Namensschild an der Tür zu lesen. Lang' ist's her ....

Verdrahtung von Einschüben Von 1973 bis Anfang 1976 studierte ich dann Elektrische Energietechnik an der Fachhochschule in Dortmund. Dort habe ich auch meine ersten Erfahrungen mit Computern gesammelt (siehe unter "Hobbies: PC/Software"). Ich muss zugeben: Obwohl ich früher in der Schule kein begeisterter Schüler war hat mir das Studium (vielleicht auch wegen der etwas fortgeschrittenen "Reife" oder vielleicht auch wegen der besseren Noten) mehr Spaß gemacht.

Mein zweiter VW Käfer In den Semesterferien (offiziell: in der vorlesungsfreien Zeit) habe ich wieder bei meiner alten Lehrfirma gearbeitet und mir etwas Urlaubsgeld für die Urlaubsreisen, die ich mir immer noch gegönnt habe und Taschengeld zum Mein Ford Capri Unterhalt meines VW-Käfers und später meines Ford Capri verdient. In diesen Zeiten habe ich sowohl im Schaltschrankbau im Werk als auch auf Montage (Quarzsandgewinnung Haltern, Zechenanlage in Bockum-Hövel, Kraftwerk Gersteinwerk in Hamm-Heessen u.a.) gearbeitet.

Nach 6 Studiensemestern (incl. der Tischtennis- u. Doppelkopfstunden in den Pausen und nach den Vorlesungen) konnte ich auch dort mein Studium erfolgreich mit einem sehr guten Diplom abschließen.

Damit war der 'formale' Teil des Lernens erst mal abgeschlossen.

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