Als ich mich im Frühjahr 2002 wegen der im vorigen Abschnitt geschilderten Performance-Probleme des 500MHz-Rechners intensiv mit der Anschaffung eines neuen PCs beschäftigte, kam ALDI gerade wieder mit einem neuen Angebot auf den Markt.
Die Entscheidung hieß: Entweder ein selbst konfigurierter, mit einzelnen, ausgewählten Komponenten bestückter und damit ausbaubarer Rechner, oder ein fertiger, mit integrierten Combo-Karten und wenig Reserveplätzen ausgelegter Rechner, aber dafür mit vielen Schnittstellen und reichlich Software.
Letztlich habe ich mich dann für den Medion 3001 von Aldi entschieden, da dieser neben CD-Brenner und DVD-Laufwerk schon über eine integrierte FireWire-Karte und reichlich Ein- und Ausgangs-Schnittstellen (Video, Audio, USB, FireWire, TV-Out etc.) verfügte.
Die Installation der inzwischen angeschafften Schnittsoftware STUDIO 7 von Pinnacle ging völlig problemlos vonstatten. Ebenso wird meine Videokamera korrekt erkannt, so dass ich inzwischen die ersten Rohfilme per FireWire in den PC überspielt habe und mich nun ganz kreativ mit dem Schnitt des vorhandenen Materials beschäftigen kann.
In verschiedenen Testberichten wird für die Speicherung der Videodaten eine Festplatte mit 7.200 Upm empfohlen. Die installierte Seagate 80GB-Festplatte dreht zwar nur mit 5.400 Upm, schafft aber nach Optimierung der Festplatten-Einstellungen und Tests von STUDIO 7 eine Datenübertragungsrate von ca. 22MB/sec. beim Lesen und ca. 13MB/sec. beim Schreiben.
Bei Übertragung der Bilddaten in voller DV-Auflösung ist "nur" eine permanente Datenrate von ca. 4MB/sec. erforderlich. Die Filme werden somit bei mir problemlos und ohne Auslassung von Frames auf den PC überspielt. Da die Daten als permanenter Stream gelesen bzw. gespeichert werden, dürfte bei einigermaßen aufgeräumter Platte und selbst bei gelegentlichem Kalibrieren der Leseköpfe kein Datenverzug auftreten.
Etwas Probleme bereitet mir noch die Funktion des TV-Out auf der Grafikkarte. Die Anschlussmöglichkeit eines TV-Gerätes zur Kontrolle des Videoschnitts ist eine tolle Möglichkeit. Leider habe ich mit der Konfiguration noch Schwierigkeiten, so dass ich den Ausgang bisher noch nicht optimal nutzen kann.
Da ich zum Thema "Digitaler Videoschnitt" noch ein relativer Neuling bin, habe ich natürlich auch im Internet nach Ratschlägen und Erfahrungsberichten gesucht. Dabei bin ich auf die Homepage von Bruno Hennek gestoßen, der sehr viele umfangreiche Informationen zusammengestellt hat, die ich bei meinen weiteren Versuchen noch gut gebrauchen kann. Mehr Informationen zum Thema Video gibts in dem entsprechenden Abschnitt.
Da dieser neue Rechner natürlich auch über eine integrierte Netzwerkkarte verfügt, werde ich als Nächstes einmal versuchen, ein Mini-Netzwerk mit dem 5ooMHz-Rechner aufzubauen. Dann hätte ich wenigstens die Möglichkeit, Daten von dem Rechner zu übertragen und als Kopie auf CD zu brennen. Da ich aber mit Windows XP auf dem "Neuen" und den Netzwerkeinstellungen insgesamt noch nicht vertraut bin, werde ich hier wohl wieder "Consultingleistungen" in Form von telefonischer oder persönlicher Beratung in Anspruch nehmen müssen. Aber das Thema ist noch nicht ganz so dringend und hat noch etwas Zeit.
Also gehts zur Zeit bei mir erst mal mit den Themen "Internetauftritt" und "Videoschnitt" weiter.