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Ein großer Schritt: Von 100 auf 500 MHz!

Da ich seit 1998 bei SIEMENS im Stammhaus in Erlangen arbeite, wollte ich auch während der Woche die Gelegenheit nutzen um auch hier nach Feierabend weiterhin per mail zu kommunizieren und im Internet zu surfen. Also wurde ein zweiter PC angeschafft.

AMD K6-2/500MHz Da der Stand der Technik inzwischen bei über 800 MHz lag, war ein AMD-K6-2/500 für mich erschwinglich (und von der Performance her mehr als ausreichend). Für ca. DM 1.400 habe ich den Micro-ATX-Rechner mit integriertem Video- und Soundchip, Tastatur, Maus, Netzwerk- und Modemkarte, Lautsprechern, Canon-Drucker und einen 17"-Monitor angeschafft. Damit bin ich jetzt auch während der Woche online- und kommunikationsfähig.

Diese Rechnergeneration verfügt auch schon über USB-Anschlüsse, so dass ich auch die digitalen Fotos von meiner später angeschafften digitalen Videokamera auf den Rechner überspielen und weiter verarbeiten kann.

Als nach einem Totalausfall meiner bis dahin benutzten analogen Videokamera ein Neukauf anstand und sich später wieder einmal die Frage nach dem Videoschnitt stellte, habe ich vor ca. einem Jahr über ein größeres Upgrade des Rechners mit entsprechender Leistungssteigerung nachgedacht. In der Zwischenzeit hatte ich mir schon die Demo-Software von Pinnacles STUDIO 7 besorgt, auf dem PC installiert und die Möglichkeiten des Programms zu meiner Zufriedenheit getestet (siehe unter: Videobearbeitung und -schnitt).

Zuerst wurde der vorhandene 32MB-Hauptspeicher noch einmal um 64 MB hochgerüstet, was auch ohne Probleme vonstatten ging. Die Inbetriebnahme einer halbwegs preiswert erstandenen 40GB-Platte scheiterte allerdings auch hier wieder am BIOS, welches nur Platten bis max. 32GB unterstützt und die Festplatte weder automatisch noch manuell einzurichten war. Da das Motherboard mit dem 500MHz-Prozessor auch schon bis zum Ende ausgereizt ist und ich mir ein BIOS-Update mit allen möglichen Problemen nicht auch noch antun wollte, kam nach Anschaffung des neuen digitalen Camcorders mit seinen technischen Features der nächste, unvermeidliche Schritt, um beim Schneiden, Betiteln und Vertonen auch auf der PC-Seite die nötige Leistung durch einen extra schnellen Rechner zur Verfügung zu haben.

Dummerweise hat der 500MHz-Rechner (bis dahin mein "Arbeitspferd" für alle Aufgaben) im Spätherbst 2002 seinen Geist aufgegeben. Nachdem gar nichts mehr ging, mußte ich wieder einmal den Rechner aufschrauben und Ursachenforschung betreiben. Als keine LED mehr anging, kein Lüfter sich mehr drehte und auch sonst keinerlei Aktivitäten des Rechners zu beobachten war, habe ich das Netzgerät aufgeschraubt. Als ich sah, daß die eingebaute Schmelzsicherung nicht in einen Sockel gesteckt sondern in der Platine eingelötet war, war ich mit den Nerven schon fast am Ende. Bei genauerem Hinsehen fand ich dann noch eine verschmorte Stelle auf der Netzgeräteplatine, die dem Gerät wohl den Garaus gemacht hatte.

Da ich inzwischen mit dem Prinzip von eBay und der Systematik des Ersteigerns schon vertraut war, habe ich mir dort ein (fast) neues Netzgerät ersteigert. Dieses gegen das verschmorte auszutauschen war nun wirklich keine große Anstrengung.

Frust machte sich erst breit, als nach dem Einbau des neuen Netzgerätes wieder nichts lief. Jetzt fing die Bastelei und die Sucherei nach dem oder den Schuldigen erst richtig an: Ersatz des Prozessors durch einen alten Pentium-Prozessor, den mir mein damaliger Chef Peter Löffler zur Verfügung gestellt hatte. Ergebnis: Nichts! Am Prozessor sollte es also nicht liegen.

Auf seinen Rat hin sämtliche Laufwerke und Anzeigen abklemmen und den Rechner nur mit der Minimalkonfiguration starten. Ergebnis: Wieder nichts!
Diagnose: Mindestens das motherboard ist im Eimer. Also wieder bei eBay geschaut und ein ATX-motherboard mit AMD K6-2/500 ersteigert.

Nächste Stufe: Rechner komplett auf das neue motherboard umgebaut, alle Anschlüsse wieder hergestellt und wieder in den verschiedensten Konfigurationen getestet. Ergebnis: Einer von zwei Speicherriegeln ist offensichtlich defekt und verhindert den Hochlauf. Nur mit dem anderen Speicherriegel startete der Rechner bis zu dem Punkt, wo im BIOS das Bootlaufwerk gesucht wird. Resultat: Festplatte nicht gefunden! Start mit der Windows-Notdiskette geht. Also wieder alle möglichen Konfigurationen getestet, aber ohne Erfolg.

Nächster Schritt: Festplatte ausgebaut und zu Hause in meinen alten (aber immer noch funktionierenden) Pentium 100 eingebaut. Im BIOS "HDD-Auto detect" aktiviert, nützt aber nichts. Versucht, die Festplatte manuell zu konfigurieren. Geht auch nicht. Fazit: Die Festplatte ist auch im Eimer. Wegen der Programme stört es mich weniger, die könnte ich wieder installieren, aber meine Daten sind damit natürlich auch alle weg. Die Anwenderdateien per Diskette zu sichern war mir immer zu mühselig und einen Brenner für Sicherungskopien hatte ich noch nicht. Sehr ärgerlich!

Spätestens jetzt kommt man zu der Erkenntnis, dass es besser gewesen wäre, einen neuen Rechner zu kaufen, aber wer weiß das schon im Voraus? Dass der Rechner kaputt ging, kurz nachdem die Garantie abgelaufen war ist dazu noch besonders ärgerlich. Also heißt es jetzt (inzwischen ist es Januar 2003) eine andere Festplatte (mit max. 8,4GB) zu beschaffen. Dann nur noch das inzwischen ersteigerte AMR-Modem einbauen, alle Programme wieder installieren und dann kann ich hoffentlich endlich wieder an dem PC arbeiten, surfen und mailen.
Mal sehen, wie lange das noch dauert ....


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