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4. Aus analogen werden digitale Videos

Nachdem die Videokamera nach einem Urlaub in der Dom.Rep. einige Monate nicht zum Einsatz gekommen war, stellte sich im Frühjahr 2001 heraus, dass das Bild mit Streifen auf dem Magnetband aufgezeichnet wurde, obwohl diese im Sucher nicht zu erkennen waren.

Alle Versuche und Experimente halfen nichts, die Kamera musste zur Überprüfung in die Werkstatt. Nach einigen Wochen kam dann das ernüchternde Ergebnis: Einige hochwertige Bauteile auf der Elektronikplatine waren durch Korrosion zerstört.
Im Nachhinein vermute ich, dass das kurzzeitige, unfreiwillige Untertauchen der Kameratasche (einschl. meiner Person) in das Salzwasser der Karibik beim "Aussteigen" aus einem Sportboot am Hotelstrand trotz alsbaldiger Trocknungsmaßnahmen doch nicht ohne Folgen (für die Kamera) geblieben ist. Nun ja, eine Reparatur war bei dem Alter und der Technik der Kamera natürlich total unwirtschaftlich, so dass sich die Frage nach einem Ersatz stellte.

Nachdem ich mich erst einmal wieder grundsätzlich mit den neuesten technischen Features der Videographie vertraut machen musste, stellte sich zuletzt nur noch die Frage nach dem passenden System: DV oder D8. Um meine zahlreichen vorhandenen Analogvideos auch weiterhin anschauen (und evtl. auch weiter bearbeiten) zu können, habe ich mich letztlich für Digital8 entschieden.

Meine heutige TRV325E Da diese Funktionen nur von Sony angeboten werden, war das Fabrikat damit schnell entschieden. Als Kamera habe ich mich dann im Sommer 2001 für eine DCR-TRV325E entschieden. Gute Beschreibungen über die technischen Prinzipien, die Möglichkeiten der D8-Kameras und die Konvertierung der Daten einschl. einiger PDF-downloads gibt es übrigens auf der SONY-Homepage. Siehe unter Links.

Die Kamera verfügt auch über einen Memory-Stick, so dass ich auch digitale Fotos (leider nur in VGA-Auflösung mit 640x480 = 300k-Pixel) machen, auf dem Stick abspeichern und per USB-Anschluss in den PC übertragen kann. Die Bilder sind natürlich mit denen einer 2-Mega-Pixel (oder noch moderneren) Fotokamera nicht vergleichbar, sind aber -insbesondere wenn bei guter Belichtung und im Nahbereich fotografiert- durchaus o.k. (siehe Beispiel: Meine Coleman-Laterne ).

Diese Kamera spielt meine alten, vorhandenen Analogvideos problemlos ab, so dass auch diese Erinnerungen für mich nicht verloren sind. Neue Videos werden natürlich digital aufgezeichnet, so dass auch diese Aufnahmen einige Jahre unverändert überdauern sollten. In der Kamera werden im Normalfall Hi8-Videobänder eingesetzt, jedoch können im SP-Modus (Standard Play) zur Not auch einfache 8mm-Videobänder eingesetzt werden. Da ich noch einen kleinen Bestand an alten Bändern hatte, habe ich diese bereits mit Erfolg eingesetzt. Auch diese Bänder wurden problemlos bespielt und (von dieser Kamera) wieder abgespielt.

Mein SONY-Schutzgehaeuse Da ich meine neue Kamera wegen der bereits gemachten schlechten Erfahrungen nicht noch einmal der Gefahr des Untertauchens in Salzwasser oder einem ähnlichen Malheur aussetzen wollte, habe ich mir in der Zwischenzeit das Original-Schutzgehäuse SPK-TRC von SONY zugelegt. Damit ist die Vorbereitung und das Handling mit der Kamera natürlich etwas umständlicher geworden, das Gehäuse hat aber seine erste Bewährungsprobe beim letzten Segeltörn (Überführung 2), bei dem wir total durchnässt wurden, bereits bestanden. Natürlich ist die Kamera nicht zum Tauchen entwickelt worden, bei Regen, Schauern(?), leichter Gischt auf dem Segelschiff und ggfls. beim Schnorcheln wird sie ihren Zweck für mich sicher erfüllen.

Nachstehend verschiedene Sätze aus der SONY-Bedienungsanleitung:

    "Das wasserfeste Sports Pack SPK-TRC weist einen gewissen Widerstandsgrad gegen Wasser und Feuchtigkeit auf und erlaubt es, Sony Video-8-Camcorder im Regen oder am Strand einzusetzen."

    "Bis zu einer Tiefe von 2m unter Wasser verwendbar."

    "Für Unterwasseraufnahmen verwenden Sie das Sony Marine Pack."

Das Gehäuse habe ich mir per Internet gekauft. Das Problem war, dass in keinem Laden solch ein Gehäuse vorrätig war und ich es mir nicht einmal vorher anschauen und mir das Handling erklären lassen konnte. Also habe ich das Gehäuse "blind" gekauft. Für alle, die ebenso daran interessiert sind, hier eine kurze Beschreibung.

Das Gehäuse selbst ist aus halbtransparentem Plastik mit einer fest eingearbeiteten Frontscheibe. Der hintere Deckel wird durch eine umlaufende Dichtung abgedichtet und durch die zwei orange-farbigen Klammern verschlossen. Im Gehäuse befinden sich unten zwei seitliche Führungsschienen, in die ein Schlitten mit der montierten Kamera eingeschoben und verriegelt wird, so dass die Kamera die Wände nicht berührt, aber trotzdem einen festen Halt hat. Es werden 3 verschiedene Schlitten mit mehreren Befestigungsmöglichkeiten für verschiedene Kameraserien und -modelle einschl. einer ausführlichen Bedienungsanleitung mitgeliefert.

Vorne am Gehäuse ist ein wasserdichtes Stereo-Mikrofon befestigt. Der Anschluss erfolgt per Anschlussleitung und 3mm-Klinkenstecker innerhalb des Gehäuses an der Mikrofonbuchse der Kamera. Die drei außen angebrachten Bedienelemente für "Player/Aus/Recorder", "Start/Stop-Taste" und "Zoomwippe" werden ebenfalls per interner Anschlussleitung und 3mm-Klinkenstecker innerhalb des Gehäuses an die LANC-Buchse der Kamera angeschlossen. Damit lässt sich die Kamera mit den notwendigen Funktionen von außen ein-/ausschalten und -weitgehend wie gewohnt- bedienen. Das Handling ist allerdings -wie schon gesagt- aufgrund der Größe etwas gewöhnungsbedürftig.

Technische Daten (gem. Betriebsanleitung):

    Material: Plastik (PC, ABS), Glas
    Wasserdichter Abschluß: Dichtung, Schnallen
    Eingebautes Mikrofon: Stereo
    Abmessungen: ca. 177 x 173 x 274mm (B/H/T)
    Gewicht: ca. 800g (nur Sports Pack)
    Mitgeliefertes Zubehör: Schulterriemen, 3 Montageschuhe, Dichtungsfett, Sucheradapter (paßt nicht für alle Modelle), Antibeschlagmittel, Gummiunterlage, Kissen, Bedienungsanleitung.

Bis jetzt ist das Gehäuse - wie bereits erwähnt- noch nicht sehr oft zum Einsatz gekommen, hat sich aber in den geschilderten Situationen bewährt. Vielleicht kann ich die Ausrüstung bei meinem nächsten größeren Segeltörn mitnehmen und dann von einer interessanten Reise z.B. auf dem Atlantik nicht nur tolle Bilder sondern mit etwas Glück auch beeindruckende Videosequenzen mitbringen.


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