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5. Videobearbeitung und -schnitt

Nachdem die Speicherung, Übertragung und Verarbeitung der Videodaten nun aufgrund des digitalen Verfahrens wesentlich einfacher wurde und weitere Möglichkeiten zuließ, stellte sich für mich erneut die Frage nach der digitalen Bearbeitung und der Archivierung der fertigen Filme.

Das Überspielen der Videos von der Kamera kann sehr einfach in digitaler Form per FireWire-Anschluss zum PC erfolgen. Mit entsprechender Software kann der Film dann ganz einfach (zumindest nach den Versprechungen der Hersteller) geschnitten, betitelt, vertont und in jeder beliebigen Art und Weise bearbeitet werden. Anschließend stellt sich natürlich wieder die Frage nach dem Ausgabemedium, um den fertigen Film entweder per Video-CD, DVD oder als altbekanntes VHS-Band präsentieren zu können. Da aber die preiswerteren Videoschnittkarten nicht über einen analogen Ausgang verfügen, bietet sich hier die Möglichkeit, das fertige Video in mehr oder weniger gut erhaltener digitaler Qualität (aufgrund der verschiedenen Kompressionsverfahren) auf das DV- bzw. D8-Band zurück zu spielen.

Leider verfügen auch viele Kameras nur über einen DV-Out, der zwar das digitale Ausspielen der Filme auf den PC, aber nicht das Zurückspielen auf Band (über DV-In) und das spätere Ausgeben auf VHS-Band ermöglicht. Da ich inzwischen gelernt habe, dass ein digitaler Camcorder heute auch aus einem Mini-PC mit Betriebsystem und Parameterlisten und "etwas Mechanik für den Bandtransport und Optik drum herum" besteht, ergibt sich damit die Chance, durch Laden eines neuen Parametersatzes den DV-In frei zu schalten und damit auch das Ausspielen der fertig geschnittenen Videos auf den Camcorder und damit auch weiter auf VHS-Band zu ermöglichen.

Detaillierte technische und rechtliche Hintergründe zum Thema "Freischalten" gibt es z.B. unter DV-In.de.

Nach Studium der ganzen Möglichkeiten, Lesen von div. Pinnacle Logo Videomagazinen und Suchen von Informationen im Internet habe ich das Paket "Studio DV" mit der Schnittsoftware "Studio 7" von Pinnaccle (siehe unter Links ), einschl. FireWire-Schnittstellenkarte gekauft. Zusätzlich habe ich die Freischaltsoftware Lremote 7.1 gekauft und meine Kamera damit DV-In-fähig gemacht, was seit Jan. 2003 nicht mehr erlaubt ist. (Erfahrungen damit siehe unter "DV-In Freischaltung" im nächsten Abschnitt.)

Screenshot Studio 7 Damit stehen mir als Hobbyfilmer nun genügend Möglichkeiten zur Videobearbeitung zur Verfügung. Außerdem ist damit die Bearbeitung der unter dem Stichwort "Analoge 8mm-Videos" liegen gebliebenen Filme nun auf komfortable Weise möglich. Beim Abspielen dieser Videos im Camcorder werden die Filme digital gewandelt, so dass ich auch diese zur weiteren Bearbeitung per FireWire-Anschluss auf den PC überspielen und genau wie die digitalen Videos beliebig bearbeiten kann.

Um für die Bearbeitung am PC genügend Rechenleistung und Speicherplatz zur Verfügung zu haben, habe ich mir im Frühjahr 2002 den neuesten "ALDI-Rechner" gekauft (siehe unter PC/2GHz. Jetzt kann ich mich erst einmal nicht mehr mit fehlenden Möglichkeiten herausreden, jetzt sind Kreativität (und Fleiss) gefragt (Quod erit demonstrandum ..., soll heißen: Was noch zu beweisen wäre!)

Nachtrag Nov. 2010:

Inzwischen habe ich nun schon einige Erfahrungen mit dem Videoschnitt gesammelt.
Mein zuvor genannter "neuester PC" ist natürlich inzwischen hoffnungslos veraltet, funktioniert aber beim Videoschnitt immer noch zuverlässig. Die Bearbeitungszeit ist sowieso recht lang bis man alles mal nach Wunsch arrangiert hat. Da kommt es dann auf die doch recht beachtliche Rechenzeit beim Rendern (ca. 2-3Std.) auch nicht mehr an.

Die Software habe ich inzwischen wegen besserer features auf die Version "Studio 9+" upgegradet. Damit habe ich inzwischen mehrere Filme mit verschiedenen Features, u.a. umfangreichem Titelmenü, Subtitel-Overlays, Roll- und Kriechtitel, Vor- und Abspann, Diashow, Musikuntermalung etc. erstellt. Mit dem Programm komme ich bisher sehr gut zurecht.

Die fertigen Fime werden natürlich heute zeitgemäß auf DVD gebrannt. Ich habe festgestellt, dass mein in den o.g. ALDI-PC nachträglich eingebauter "Multiformat-Brenner" am besten mit DVD+ Scheiben zurecht kommt. Diese werden (bei mir) anstandlos am PC und im Videoplayer wiedergegeben, aber auch von anderen Viewern (aus aus USA) habe ich bisher keinerlei Beanstandungen gehört.

Anbei einige 'cover sheets' der erstellten DVD's.

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